Change Yourself

Statement

A smile for you

Betrachtungen von Philosoph Finn Janning

Man sagt, Lächeln kenne keine Grenzen. Es ist universal.
Ein Lächeln kann Kontinente und Zeiten überfliegen; es kann unangenehme Ideologien überwinden, gleichgültig, ob diese mit Rasse, Religionen, Alter oder sexueller Observanz zu tun haben.
Ein Lächeln ist mobiler als das Internet. Es verbindet. Es ist der Bote des Lebens.
Ein Lächeln lässt sich schon in sehr frühem Alter dekodieren. Kinder können daran ablesen, ob das, was sie tun, Freude oder Besorgnis auslöst. Sie brauchen ihre Eltern oder andere Erwachsene nur anzusehen.
Lächeln ist eine Sprache, die verbindet, berührt und imprägniert, weil sie das Leben bejaht. Nichts als das Leben.
Ein Lächeln ist ein Lächeln ist ein Lächeln. So einfach lässt sich das ausdrücken. Es ist nicht missverständlich. Selbstverständlich gibt es falsches Lächeln. Doch das ist dann gerade kein Lächeln, sondern ein falsches Lächeln. Es ist aufgesetzt wie das Lächeln des Jokers in Batman – es ist angeklebt. Das falsche Lächeln kann furchteinflößend wirken, weil es das Leben zum Besten hält. Das weiß niemand besser als der Thrillerautor Stephen King, der in It ausgerechnet einen Clown die tiefsten Ängste des Menschen repräsentieren lässt. Das falsche Lächeln ist respektlos.
Ein Lächeln ist etwas Frohes, aber auch Ernsthaftes. Es ist eine Liebesrakete, die nicht sucht, sondern gibt, teilt. Das Lächeln ist großzügig.
Ein Lächeln kommt, wenn es kommt, heißt es. Und das tut es. Man kann das Leben jedoch bewusst lächelnder angehen, wenn man wie der vietnamesische Mönch Thich Nhat Hanh seine Leser auffordert, mit einem Lächeln auf den Lippen aufzuwachen. Damit lächelt man nämlich das Leben an, man lächelt über das Leben und mit ihm. Du bist aufgewacht und nicht in den Tod entschlafen. Du kannst immer lächeln, weil alles schlimmer sein könnte. Du könntest tot sein. Das Lächeln bringt uns ständig dazu, uns dem Leben zuzuwenden, auch wenn wir das Gefühl haben, dass es uns den Rücken zugekehrt hat. Das Lächeln will das Leben.
Ein Lächeln ist entwaffnend. Du kannst fast einen ganzen Tag durchleben, ohne mit anderen Menschen zu sprechen, doch anderen immer noch mit Achtung und Freundlichkeit begegnen, wenn du nur lächelst.
Ein Lächeln ist mehr als eine Kurve auf deinen Lippen. Die Sonne, die auf Kinderzeichnungen lächelt, weist nach oben. Doch selbst wenn dein Mund versiegelt ist, kannst du noch mit den Augen lächeln. Lächeln kannst du praktisch mit dem ganzen Gesicht. Sogar mit dem ganzen Körper. Du kannst das Leben lächelnd angehen. Nicht albern oder unernst, sondern lebensbejahend. Der französische Philosoph Michel Serres hat einmal gesagt, wenn Leute hässlich altern, liege es daran, dass sie selten lächelten. Sogar deine Falten können lächeln. Ja, sogar dein Skelett kann lächeln.
Ein Lächeln unterstreicht immer dreierlei: Ich habe gelebt, ich lebe und ich will leben.
Deshalb lächelst du: